Mozart 100 Ultra

Gespeichert von Michaela Rümmer am/um Mi, 06/20/2018 - 13:14
Datum

Die Jagd nach den Qualifikationspunkten für die UTMB hat erneut begonnen!

 

Nachdem ich letztes Jahr die UTMB nicht finishen konnte, fiel ich erstmal in ein Loch. Doch über die Jahreswende und zahlreichen Zu- und Widersprüchen meiner Frau, und meiner Unvernunft, habe ich mich entschlossen, die 15 Punkte in diesem Jahr reinzulaufen. Das heißt, 16. Juni Mozart-Ultra 100 mit 5000 Hm, 17. Juli den Großglockner-Ultra 100 km mit 5000 Hm, welcher technisch sehr anspruchsvoll ist. Danach, 1 Woche später am 4. August, den Dirndl-Extrem-Ultra in Salzburg - Obergrafendorf 100 km und nochmals 5000 Hm.

Zwischendrin zum Training am 14. Juli noch den Maintalultra mit 65 km, von den Höhenmetern in den Weinbergen ganz zu schweigen.

Äh, da war ja noch was? Job und Familie gibts ja auch noch. Daran bin ich Gott sei Dank reich, so eine verständnisvolle Truppe zuhause zu haben.

So habe ich mich am Freitag, 15. Juni, mit meinem Versorgungsfahrzeug, dem alten Kangoo, auf den Weg nach Salzburg gemacht. Parken konnte man vor Ort in der Mönchsberggarage unweit des Starts und der Startnummernausgabe. Die Garage wurde in den Berg gebaut und aus dem Felsen geschlagen mit mehr als 600 Plätzen. Fast wie unter Tage, von wo man durch ein Tunnelsystem in die Stadt an der Salzach gelangte.

Am Samstag früh um 5 Uhr fiel der Startschuss der Ultraläufer. Es war eine Strecke von 103 km und 5000 Hm zu bewältigen.

Die ersten 30,5 km bis zum Fuschlsee liefen recht zäh an. Zudem musste man immer zu den Cut-off-Zeiten an der Verpflegung sein. Bis hierhin waren es über 750 Hm.  Ab Fuschl ging es dann richtig los mit den Höhenmetern. Winkel, Schafberg mit 1000 Hm und wieder runter nach St. Gilgen. Hoch zum Zwölferhorn mit knapp 1000 Hm, und runter zur Wechsel- zone erneut Fuschl. Da hatte ich dann 72,5 km der Strecke erreicht und war noch gut in der Cut-off-Zeit. Nun ging es auf dem Rückweg nach Salzburg über Hof, hoch nach Koppel, wieder 1000 Hm. Danach 900 Hm runter nach ZIB. Da habe ich die Cut-off-Zeit noch mit Ach und Krach erreicht. Km 90!

Jetzt hieß es durchbeissen.

Das Gehirn hatte ich zu dem Zeitpunkt schon lange abgeschaltet, damit ich meine Beine nicht mehr spürte. Ich quälte mich dann unter Druck noch 11 km bis Salzburg. Zu meinem Erstaunen ging es dann nochmals nach 102 km 600 Stufen hoch zum Kapuzinerberg (ich habe sie gezählt) und wieder runter. Pünktlich erreichte ich bis Torschluss das Ziel am Kapitelplatz und wurde mit 5 Punkten für die UTMB belohnt.

Übrigens, das Wetter war hervorragend, kein Regen und schwül-sonnig.

In 6 Wochen geht es erneut auf die Jagd zum Großglockner Ultra.

Michel