Nach dem heftigen Starkregen am Freitag war die Sorge zunächst groß, dass uns beim Karwendel-Marsch nasse und schwierige Bedingungen erwarten würden. Doch pünktlich zum Start um 6 Uhr hatte der Himmel seine Schleusen geschlossen und präsentierte sich von seiner besten Seite. Bei trockenem Wetter machten sich rund 2.500 Läufer:innen und Wanderer:innen auf den Weg quer durch das beeindruckende Karwendelgebirge.
Harald und Micha reihten sich zunächst eher hinten im Starterfeld ein. Für Micha war dieser Marsch dabei auch ein ganz persönlicher Test: Nach der Diagnose eines „kaputten Knies“ durch den Orthopäden wollte ich wissen, ob mein Knie eine solche Herausforderung überhaupt noch bewältigen kann.
Die ersten zehn Kilometer verliefen noch relativ flach und wir kamen gut voran. Danach wurde es deutlich anspruchsvoller. Der Weg führte hinauf zum Karwendelhaus, wo uns an der zweiten Labestation eine für mich perfekte Verpflegung mit Käse- und Salamibroten sowie Kartoffelsuppe erwartete. Nach 18,5 Kilometern und zahlreichen Höhenmetern ging es wieder bergab in Richtung Kleiner Ahornboden.
Der grobkörnige Schotter machte den Abstieg dabei nicht gerade einfacher. Nach einer weiteren Stärkung an der Labestation wartete mit dem Aufstieg zur Falkenhütte auf knapp 2.000 Metern die nächste große Herausforderung. Und das Beste: Das Knie hielt weiterhin! 😊
An der Falkenhütte angekommen, konnten wir uns an der vierten Labestation noch einmal stärken – und sogar ein „richtiges“ Bier genießen. Da konnten wir natürlich nicht Nein sagen. 😉 Schließlich waren es nur noch rund fünf Kilometer bis zum Ziel in der Eng.
Doch gerade die letzten Kilometer hatten es noch einmal in sich. Ein schmaler, steiler und steiniger Pfad, durchsetzt mit Wurzeln und aufgeweichtem Schlamm vom Starkregen der vergangenen Tage, führte uns drei Kilometer lang anspruchsvoll bergab.
Dann endlich: Ziel erreicht!






